Woche des Sehens auch in Berlin Spandau

Berlin (ots) – Diabetes, Bluthochdruck oder Rheuma: Beim kundigen Blick ins Auge fallen dem Facharzt nicht nur Augenkrankheiten auf. Auch zahlreiche Allgemeinerkrankungen lassen sich durch eine Untersuchung beim Augenarzt feststellen. Denn die Augen sind das diagnostische Fenster zur Gesundheit. Mit seinem Spezialmikroskop kann der Augenarzt die verschiedenen Strukturen des Auges bis hin zu der Netzhaut am Augenhintergrund und den sie versorgenden Blutgefäßen genau betrachten. Dabei bemerkt er oft als Erster Veränderungen, die beispielsweise auf einen Diabetes hinweisen.

Mit modernen Untersuchungsmethoden lassen sich Augenkrankheiten, die unbehandelt zur Erblindung führen, schon in ihren Anfängen entdecken. Augenärzte haben mit dieser Früherkennung die Möglichkeit, krankhafte Prozesse zu stoppen, bevor das Sehvermögen der Patienten gravierend beeinträchtigt wird.

Vor allem im höheren Alter steigt das Risiko für Krankheiten wie den Grauen Star (Katarakt), den Grünen Star (Glaukom) und die Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD). Der Graue Star ist durch eine Operation – die Implantation einer Kunstlinse anstatt der trübe gewordenen körpereigenen Linse – heilbar. Beim Glaukom und bei der aggressiven feuchten Form der AMD stehen ebenfalls wirksame Behandlungen zur Verfügung. Während bei der feuchten AMD nach der Gabe von Medikamenten ins Augeninnere die Sehkraft bei einigen Patienten wieder etwas zunimmt, kann man beim Glaukom den Krankheitsprozess mit Medikamenten oder Operationen nur stoppen. Die Fasern des Sehnervs, die beim Glaukom allmählich zugrunde gehen, lassen sich durch keine Therapie wiederherstellen. Umso wichtiger ist es, dass die Patienten die Möglichkeiten der Früherkennung nutzen. Beim Glaukom kommt hinzu, dass es lange ohne Symptome verläuft – wenn dem Patienten Seheinschränkungen auffallen, ist die Krankheit schon weit fortgeschritten.

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